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Know-how- und Geheimnisschutz

Bedeutung von Know-how für Unternehmen
Know-how, also unternehmenskritisches Wissen, ist das Herzstück eines jeden Unternehmens. Neue Entwicklungen resultieren nicht selten aus dem bereits vorhandenen, unternehmensinternen Wissen. Auch der Vorsprung zu Wettbewerbern liegt oftmals in geheimen Informationen, wie in Bauplänen, Konstruktionszeichnungen oder Rezepturen. Aber auch wichtige betriebswirtschaftliche Informationen, wie Kunden- oder Preislisten, haben in Unternehmen einen enormen wirtschaftlichen Wert.

Chancen und Risiken der weltweiten Vernetzung
Die Industrie 4.0 führt zu zunehmend digitalisierten und vernetzten Arbeits- und Fertigungsprozessen. Dabei fallen nicht nur zunehmend maschinengenerierte Daten an. Diese maschinengenerierten Daten werden zudem immer häufiger dezentral gespeichert und unternehmensübergreifend weiterverarbeitet. Der Austausch der Daten erfolgt dabei über Ländergrenzen hinweg. Der schnelle, weltweite Datentransfer ermöglicht ein effektiveres Arbeiten unabhängig vom Standort des Einzelnen. So kann in einem Forschungs- und Entwicklungslabor in Kanada die Bauzeichnung für ein neues Produkt entwickelt und digitalisiert zentral abgespeichert werden. Die gleiche Bauzeichnung kann in einem weiteren Fertigungsschritt in Deutschland abgerufen werden und ein 3D-Drucker fertigt aus der Bauzeichnung das Endprodukt an. Der weltweite Datenfluss hat selbstverständlich nicht nur Vorteile. Er birgt auch das Risiko, dass durch unsichere Kanäle auf das übermittelte Know-how von außen zugegriffen wird.

Digitalisierung: Entstehung neuer Fertigungsprozesse und Techniken
Auch werden beispielsweise im Rahmen von Predictive Maintenance zahlreiche Maschinendaten generiert. Diese werden dann dezentral in einer Cloud gespeichert, von wo aus ein Data Scientist zugreifen und diese zur weiteren Verwertung analysieren und auswerten kann. Diese Daten sind aber für das Unternehmen, welches gegenüber seinen Kunden die Predictive Maintenance Leistungen anbietet, von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung. Aber auch andere maschinengenerierte Daten, wie künftig die Smart Meter Daten, stellen Informationen dar, die für das erhebende Unternehmen wesentlich und damit schützenswert sind.

Risikofaktor Mitarbeiter
Der Schutz des eigenen, unternehmensinternen Wissens fängt in erster Linie bei den eigenen Mitarbeitern an. Diese müssen nicht nur für einen sorgsamen Umgang mit geheimen Informationen sensibilisiert werden. Sie müssen auch über die Konsequenzen einer unberechtigten Weitergabe geheimer Informationen belehrt und insbesondere zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet werden. Das betrifft nicht zuletzt auch ausgeschiedene Mitarbeiter, die bewusst oder unbewusst ihrem alten Arbeitgeber schaden, in dem sie geheime Informationen zu ihrem neuen Arbeitgeber mitnehmen und diesem zur Verfügung stellen. Die Abgrenzung zwischen (geschützten) Betriebs- und Geschäftsgeheimissen und redlich erworbenen Erfahrungswerten/Kenntnissen eines Mitarbeiters bereitet hierbei erhebliche Schwierigkeiten, kann aber von entscheidender Bedeutung sein.    

Risiko Kooperations- /Vertragspartner
Auch Kooperations- und Vertragspartner können für den Schutz von Know-how ein Risiko darstellen. Oftmals muss im Vorfeld einer Kooperation oder einer Finanzierung geheimes Wissen offenbart werden, damit der potentielle Kooperationspartner überprüfen kann, ob eine Zusammenarbeit mit dem eigenen Unternehmen überhaupt Sinn ergibt. Die Preisgabe geheimer Informationen dient dann dazu, die eigene Expertise zu unterstreichen und zu belegen. Aber auch die bloße Machbarkeit einer geplanten Kooperation steht und fällt mit dem vorhandenen Know-how. Im Gegenzug ist die direkte Einflussnahme auf den potentiellen Kooperationspartner äußerst gering. Auch die interne Organisation bzw. der interne Umgang mit geheimen Informationen ist außerhalb des eigenen Einflussbereichs, sodass auch Kooperationspartner einen nicht zu unterschätzenden Risikofaktor in Bezug auf das eigene Know-how darstellen.

Status Quo des Know-how-Schutzes
Geschützt wird Know-how in Deutschland derzeit als Betriebs- bzw. Geschäftsgeheimnisse über das Wettbewerbsrecht (Geheimnisschutz). Dabei handelt es sich bei den wettbewerbsrechtlichen Vorschriften (§ 17 UWG) um Strafvorschriften, die den unberechtigten Abfluss von Know-how unter Strafe stellen. Eine zivilrechtliche Zuordnung dieses Know-hows zu einem bestimmten Unternehmen als Inhaber, vergleichbar mit den gewerblichen Schutzrechten, wie Patent- oder Markenrechte, findet über den Geheimnisschutz jedoch nicht statt, sondern wird vielmehr vorausgesetzt.