5 Fragen an Nadine Bourgeois, Rechtsanwältin im Bereich Capital Markets & Banking

Interview mit Nadine Bourgeois, Rechtsanwältin und Partnerin in Frankfurt

Frau Bourgeois, bevor Sie zu Luther kamen, waren Sie bei anderen Kanzleien. Was fiel Ihnen besonders auf, als Sie 2019 als Partnerin zum Capital Markets & Banking-Team stießen?

Da gab es tatsächlich ein Aha-Erlebnis: Da ich bereits über 14 Jahre in internationalen, meist britisch geprägten Kanzleien tätig und Diversity Inclusion gewöhnt war, was ja in der englischsprachigen Welt wesentlich präsenter ist als hierzulande, empfand ich bei Luther vom ersten Tag an ein hohes Maß an Chancengleichheit. Unsere Arbeitswelt wird mit der Globalisierung grundsätzlich „bunter“, Diversität in Teams und Arbeitsbereichen wird als erfolgsrelevant gesehen. Die Erfahrung zeigt: Je verschiedener die Hintergründe, desto erfolgreicher das Team, wenn es gut zusammenspielt. Grundsätzlich engagieren sich immer noch weniger Frauen als Männer langfristig als Rechtsanwälte in Wirtschafts- und Steuerkanzleien, doch bei Luther sehe ich viele erfolgreiche Frauen, die ihren Weg gehen.

Wie würden Sie Ihre berufliche Entwicklung beschreiben?

Meine Affinität zum Bereich Banking und zu Finanzierungsfragen entwickelte sich bereits während Studium und Referendariat aus einem starken inhaltlichen Interesse heraus. Mein anwaltliches Berufsleben habe ich dann tatsächlich im Bereich Banking & Finance begonnen. Dabei haben sich im Laufe der Jahre meine Arbeitsschwerpunkte Akquisitionsfinanzierung, Immobilienfinanzierung und Unternehmensfinanzierungen kontinuierlich entwickelt und Stück für Stück weiter aufgebaut. Längst fühle ich mich inhaltlich in dem was ich mache „voll zuhause“. Die Akzeptanz als Expertin wurde mir bei Luther auch rasch gespiegelt.

Wie haben Sie Ihren Einstieg bei Luther erlebt?

In den Teams herrscht ein ausgeprägt kollegiales Klima. Das machte eine rasche Integration leicht. Es sind ja immer die menschlichen Faktoren wie Teamgeist, Loyalität, Gemeinschaftssinn, eine ausgeprägte Unternehmenskultur, nicht die Hard Skills, die entscheiden, ob man sich am richtigen Platz angekommen fühlt. Kollegialität und Loyalität schließen Individualität nicht aus. Ich erlebe uns als ausgeprägte und gleichzeitig teamstarke Individuen, die eine große Partnerschaft hinter sich wissen. Sie stärkt den Rücken, motiviert und spornt an. Jeder arbeitet mit Nachdruck und idealerweise begeistert an seinen Aufgaben, und alle wollen in die gleiche Richtung: Es geht um den gemeinsamen Erfolg. Für unsere Mandanten, für die Kanzlei und auch die persönliche Zufriedenheit.

Stichwort: Förderung bei Luther – ein Thema auf dem Papier oder Wirklichkeit?

Meiner Überzeugung nach ist jeder für seine eigene Person selbst – ob Mann oder Frau – aufgerufen, initiativ zu werden, um sich Ziele zu setzen und anschließend das Notwendige zu tun, um diese zu erreichen. „Nimm es selbst in die Hand und warte nicht, dass es Dir jemand abnimmt!“ Gleichzeitig bedarf es einer guten Mischung aus Personalführung und Feedback sowie Weiterbildung und Training, um das eigene Potenzial bestmöglich zur Entfaltung zu bringen.

Ich würde Berufseinsteigern raten, eine Tätigkeit in einer Wirtschaftskanzlei wie Luther als große Chance zu begreifen, sich in einem professionellen Rahmen zu bewähren und über den künftigen Weg klar zu werden. Das Zusammenspiel mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten, fachlichen Herausforderungen und Entwicklungsangeboten schafft eine Basis, sich mit den eigenen Wünschen, Befähigungen und Vorstellungen ernsthaft auseinanderzusetzen. In diesem breit gesteckten Rahmen lässt sich der eigene Weg finden. Gehen muss ihn schlussendlich jeder selbst, inklusive der Konsequenzen.

Welchen Tipp geben Sie Berufseinsteigern, die sich fragen, ob sie ihre Karriere in einer Wirtschaftskanzlei oder besser woanders starten sollen?

Das ist natürlich typabhängig – aber einige Jahre in einer international tätigen, fachlich sehr breit aufgestellten Wirtschaftskanzlei haben noch niemandem geschadet (lacht). Man gewinnt eine fundierte Basis für eine Anwaltskarriere oder aber auch für einen späteren anderen Karriereschritt, z.B. in der Wirtschaft. Auf diesen Erfahrungsschatz an Fachkompetenz, Social und Management Skills lässt sich bestens aufbauen. Meine persönliche Meinung: Bei Luther sehe ich das Versprechen „Hier kannst Du Dich entfalten“ absolut als erfüllt.

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